CD release „The Golden Violin – Music of the 20s“

By Februar 8, 2019 Februar 19th, 2019 Unkategorisiert

Geiger Daniel Röhn veröffentlicht heute seine neue CD „The Golden Violin – Music of the 20s“ bei „Berlin Classics“.

The Golden Violin – Music of the 20s“ ist Daniel Röhns Hommage an eine der kulturell fruchtbarsten Zeiten der jüngeren Geschichte. Mit romantischen Klängen von Rachmaninoff über die Evergreens von Kurt Weill bis zu jazzikalen Anklängen von Gershwin lässt Daniel Röhn gemeinsam mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung ihres Chefdirigenten Case Scaglione das aufgeregte Flimmern und den ausgelassenen, verschwendungssüchtigen Trubel dieser Zeit musikalisch erfahrbar werden.

„Als ich das erste Mal einen Film von Charlie Chaplin sah… „Lichter der Großstadt“, wusste ich nicht wie mir geschah. Die berühmte Schlussszene, in der der Tramp und das Blumenmädchen wieder vereint sind, war so überwältigend, dass ich in dieser Nacht nicht schlafen konnte. Der Ausdruck in den Gesichtern der Schauspieler, die zarten Gesten, die tragische Figur Chaplin und die außergewöhnlich schöne Musik, so meisterlich gespielt von einem namenlosen Gei- ger, bestätigten, was ich schon lange vermutet hatte: Ich wurde 100 Jahre zu spät geboren.

Als ich 6 Jahre alt war, konnte ich gerade so eben (wenn ich auf einer Kiste auf Zehenspitzen stand) Vol.1 der „Heifetz Collection“ meines Vaters erreichen. Und es war Band 1, der die kompletten akustischen Aufnahmen von 1917-1924 enthielt, voll von ins-Herz-gehenden Melodien und beliebten Arrangements. Die späteren Bände hatten das längere Zeug, aber dafür musste ich noch 30 Zentimeter wachsen, um ranzukommen. „Ausgeglichenere“ Kinder bevorzugten wahrscheinlich den berühmten Honigtopf, aber ich wollte an diese LPs, kam also täglich mit meiner Kiste an und tauchte ein in die Welt von knisterndem Feuer, Rauch und Samt.

Mit Sicherheit waren die „Roaring 20s“ eine Glanzzeit des menschlichen Er ndergeistes, schäumend vor Kreativität, jedoch eingebettet in die zwei dunkelsten und zerstörerischsten Perioden der Neuzeit. Dies wissend, können wir uns ins Gedächnis rufen, dass… die buntesten und schönsten Blumen zumeist einer vollständig niedergebrannten Landschaft entspringen, und… dass der Mensch sich hauptsächlich durch die Kunst an sein besseres Ich erinnert.“

(Daniel Röhn)

Titelliste

  1. An American in Paris (Arr. By Jascha Heifetz, Stephen Buck)
  2. It Ain’t Necessarily So (Arr. By Jascha Heifetz, Stephen Buck)
  3. Tempo di Blues (Arr. By Jascha Heifetz, Stephen Buck)
  4. Suite from Metropolis (Arr. Stephen Buck)
  5. Moto Perpetuo, Op. 21, No. 4 (Arr. Dirk Beisse)
  6. The Ballad of Mack the Knife (Arr. By Jarkko Riihimäki)
  7. What Good Would the Moon Be? (Arr. By Jarkko Riihimäki)
  8. The Terry Theme [From Limelight] (Arr. By Jarkko Riihimäki)
  9. The Flower Shop [From City Lights] (Arr. By Jarkko Riihimäki)
  10. The Land go Might-Have-Been (Arr. By Stephen Buck)
  11. Rhapsody On A Theme Of Paganini, Op. 43: Variation XVII – Andante Cantabile (Arr. By Stephen Buck)
  12. Chant d’Amour, Op. 7, No. 1 (Arr. By Stephen Buck)
  13. Gweedore Brae (Arr. By Jarkko Riihimäki)
  14. Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre (Arr. By Jarkko Riihimäki)
  15. When You Make Love to Me (Arr. By Stephen Buck)

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